Vitamin B12: Erhöhtes Krebsrisiko durch Supplemente?

Für die Einnahme von Vitamin B12 kann es gute Gründe geben – zum Beispiel als Veganerin, älterer Mensch oder Diabetiker. Nun weckt eine Studie Zweifel an der Sicherheit von Vitamin-B12-Präparaten. Wieder einmal kommt es vor allem auf die Dosis an.

Wasserlöslich bedeutet nicht automatisch unbedenklich

Bei der Sicherheit von Vitamin-Supplementen galt lange: Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sollte man möglichst nicht zu hoch dosieren, da sie sich im Körper anreichern und zu toxischen Wirkungen führen können. Bei den wasserlöslichen Vitaminen (Vitamin C und B-Vitamine) schien dies anders zu sein: Was zu viel ist, wird einfach wieder ausgeschieden – so die Hypothese.

Darauf, dass hochdosierte B-Vitamine ebenfalls ein Überdosierungsrisiko bergen könnten, gab es schon länger Hinweise (Giovannucci 2002; Sanjoaquin et al. 2005). 2009 zeigte sich in zwei randomisiert-kontrollierten Studien ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Anwendung von Vitamin-B12- bzw. Vitamin-B9(Folat)-Supplementen und dem vermehrten Auftreten von Lungenkrebs (Ebbing et al. 2009). Und 2017 bestätigte die Auswertung der VITAL-Kohorte (Vitamins and Lifestyle Cohort Study) bei Männern ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko nach Vitamin-B6- und B12-Supplementation (Brasky et al. 2017).

Vor diesem Hintergrund wird in Fachkreisen schon länger vermutet, dass die hochdosierte Anwendung von B-Vitaminen nicht ganz so risikofrei ist wie gedacht – erst recht nicht für (Ex)Raucher. In einer aktuell publizierten Studie untersuchten Wissenschaftler, ob die Sorge vor einer krebsfördernden Wirkung hochdosierter Vitamin-B12-Supplemente berechtigt ist (Fanidi et al. 2018).

Mendelsche Analyse lässt kausale Zusammenhänge erkennen

Im Rahmen einer eingebetteten Untersuchung wurden die Daten aus 20 prospektiven Kohortenstudien ausgewertet. Dazu wurde in 5.183 Blutproben die Vitamin-B12-Konzentration bestimmt. Parallel wurde eine sog. Mendelsche Randomisierung mit den genetischen Daten von über 85.000 Probanden durchgeführt. Diese Analysenmethode erlaubt es, aus nicht-randomisierten Beobachtungsdaten kausale Zusammenhänge abzuleiten („Quasi-Randomisierung“). Im konkreten Fall wurden acht Gen-Varianten untersucht (single nucleotid polymorphism, SNP), die bekanntermaßen mit einem reduzierten Vitamin-B12-Spiegel im Blut assoziiert sind.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Konzentration von Vitamin B12 im Blut und bestimmten Tumoren, dann sollte dieser Zusammenhang auch bei den Trägern der entsprechenden Gen-Variante sichtbar werden. Die Methode der Mendelschen Randomisierung erzeugt damit eine kontrollierte Datenbasis, was ihre Ergebnisse deutlich von den in der Ernährungswissenschaft meist üblichen Beobachtungsstudien unterscheidet.

Mehr Vitamin B12 – mehr Lungenkrebs

Tatsächlich zeigte die Auswertung dieser Daten einen konzentrationsabhängigen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-B12-Spiegel und dem Lungenkrebsrisiko. So ging eine Verdopplung der Vitamin-B12-Konzentration im Blut mit einem sog. Chancenverhältnis von 1,15 (95%KI = 1,06 – 1,25) für Lungenkrebs einher. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, bei Personen mit einer hohen Vitamin-B12-Konzentration im Blut um 15 % höher ist als in der Vergleichsgruppe.

Durch die gewählte Methode ist ausgeschlossen, dass es sich um eine umgekehrte Kausalität handelt, was theoretisch auch möglich wäre („Lungenkrebs führt zu erhöhten Vitamin-B12-Spiegeln“). Die Risikoerhöhung für Lungenkrebs war unabhängig vom Raucherstatus oder vom Geschlecht der Probanden.

Damit liefert diese Studie aufgrund der konsistenten, sich methodisch ergänzenden Daten eine aussagekräftige Bestätigung der Hypothese, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-B12-Status und Lungenkrebs gibt.

Was heißt das für die Praxis?

Diese Ergebnisse dürften für einige Verunsicherung sorgen, schließlich gelten B-Vitamine als praktisch überdosierungssicher. Erst Mitte Januar 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Zufuhrempfehlung für Vitamin B12 von vorher 3 µg/Tag auf 4 µg/Tag (Jugendliche und Erwachsene) erhöht (mehr dazu hier).

Dass es im Kontext eines erhöhten Krebsrisikos jedoch um ganz andere Dosisbereiche geht, zeigen die Ergebnisse der VITAL-Kohorte: Bei den Anwendern von Vitamin-B12-Supplementen war die dauerhafte Einnahme von Vitamin B12 nur dann mit einem im Vergleich zu Nicht-Anwendern verdoppelten Lungenkrebs-Risiko assoziiert, wenn die Tagesdosis über 55 µg lag. Bei Rauchern war das Lungenkrebsrisiko in diesem Fall sogar drei- bis viermal so hoch wie bei Nicht-Anwendern (Brasky et al. 2017).

Damit liegen die bedenklichen Vitamin-B12-Dosierungen erheblich über den DGE-Zufuhrempfehlungen. Dies kann jedoch nicht beruhigen: Die kritisch hochdosierten Vitamin-B12-Supplemente sind in Deutschland weit verbreitet und überall erhältlich (häufig mit 1.000 µg Vitamin B12 pro Tag). Das Bundesinstitut für Risikobewertung schlägt als zulässige Höchstmenge für Vitamin B12 in Nahrungsergänzungsmitteln 25 µg vor (Weißenborn et al. 2018).

Ebenso unklar wie die Frage nach einer noch unbedenklichen („sicheren“) Dosis-Obergrenze für Vitamin B12 ist der Mechanismus, über den das Krebsrisiko ansteigen könnte. Aufgrund ihrer Bedeutung im Stoffwechsel ist die adäquate Versorgung mit B-Vitaminen essenziell für die korrekte DNA-Synthese und -Reparatur. Umgekehrt ist jedoch bekannt, dass die hochdosierte Zufuhr von B-Vitaminen wie Folsäure oder Vitamin B12 zur Krebsentstehung beitragen kann (Kok et al. 2015).

Vermutlich besitzen B-Vitamine nicht nur beim Kolorektalkarzinom, sondern auch bei Lungenkrebs eine zweischneidige Wirkung, die zeit- und vor allem dosisabhängig ist (Kim 2006).

Fazit: Ohne medizinischen Grund keine hochdosierte Vitamin-B12-Anwendung!

Die aktuellen Studienergebnisse sind methodisch sehr gut und bestätigen in quasi-randomisierter Analyse frühere Daten aus epidemiologischen Untersuchungen. Für Vitamin B12 liegt damit ein deutliches Risikosignal vor, das auf ein relevantes Gesundheitsrisiko durch die langfristige, hochdosierte Anwendung hinweist.

Bei diagnostiziertem Vitamin-B12-Mangel ist die zeitliche begrenzte, hochdosierte Gabe vermutlich unbedenklich. Gleiches gilt für die primärpräventive Anwendung ernährungsüblicher Dosierungen (< 10 µg pro Tag) bei Menschen mit erhöhtem Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel (z. B. Veganerinnen, Ältere, Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen). Mehr Informationen dazu, was bei der Einnahme von Vitamin B12 noch beachtet werden sollte, gibt es hier.

Von der unspezifischen, dauerhaften Einnahme hochdosierter Vitamin-B12-Supplemente sollte spätestens nach dieser Studie dringend abgeraten werden.


32 Kommentare

  1. Mich würde mal interessieren ab welcher konzentration im Blut es denn kritisch wird? Davon steht dort nirgends etwas. Da jeder Mensch ja anders tickt und b12 anders verwertet ist etwas für den einen gut und für den anderen ja Gift. Würde mich über eine Antwort freuen 🙂

    1. Die Frage, ab welcher Konzentration im Blut es kritisch wird, ist sehr relevant, wird aber durch die Studien nicht beantwort. Tatsächlich war das auch nicht die Fragestellung der Studien, sodass es hierauf auch keine Antwort gibt – das müssen Folgestudien leisten. Die diskutierten Studien konnten lediglich zeigen, dass das Lungenkrebsrisiko um so höher ist, je höher auch die Vitamin-B12-Konzentration im Blut ist. Oder, um die Rechengrundlage der Studien zu nennen: Mit jeder Erhöhung der Standardabweichung der Vitamin-B12-Konzentration im Blut um 150 pmol/L stieg das Chancenverhältnis (odds ratio) für Lungenkrebs um 8 % an.
      Damit weiß man also weder, welche Einnahmedosis sicher ist, noch welcher Blutkonzentration ohne Risiko ist. Hierzu laufen weitere Studien. Was man aber mit den bisherigen Daten tatsächlich weiß ist: Mehr Vitamin B12 im Blut ist definitiv nicht automatisch gesünder.

  2. Tatsächlich würde mich als Veganer interessieren, ob das nun heißt, dass einmal monatlich eine Lutschtablette mit 1000µg in Ordnung ist, oder ob man lieber geringer dosierte Mittel nehmen sollte?

    Wie würden Sie das sehen?

    1. Dazu gibt es keine aussagekräftigen Untersuchungen. Auch die hier diskutierten Studien, die ein erhöhtes Risiko bei hohen Tagesdosierungen zeigen, liefern keine Hinweise darauf, ob die monatliche Anwendung sicherer ist als die tägliche. Entscheidend ist ohnehin die Blutkonzentration, sodass ich diese zur Kontrolle bestimmen lassen und ggf. die Dosierung anpassen würde.

    2. 1000µg, also 1mg im Monat sind für einen Veganer*) viel zu wenig. Zwar ist bei einem Tagesbedarf von 4µg rechnerisch genug aufgenommen, aber die Kapazitäten des Organismus liegen nur bei einer einmaligen Einnahme nur bei 1,5-3µg Aufnahme (Intrinsic Factor, IF, ab Magen), alles andere wird größtenteils ausgeschieden und nur in geringem Prozentsatz durch Diffusion im Darm (ca. 1%, also nochmal 10µg). Nach dieser Rechnung fehlen Ihnen von etwa 120µg (30 x 4) „Monatsbedarf“ 107µg (also der Tagesbedarf von 27 Tagen). Das ist nicht gesund und birgt große Risiken. Lassen Sie sich nicht von dieser Studie nicht beirren. Wie Herr Smollich schrieb, bräuchte es Folgestudien, um überhaupt zu erkennen, worin der Zusammenhang bestehen könnte. B12-Mangel ist bereits wissentschaftlich nachgewiesen gefährlich.

      *) ich gehe also davon aus, dass keine anderen Quellen vorliegen, B12 „natürlich“ oder supplementiert aufzunehmen

      1. Ob 1000 µg pro Monat zu wenig, zu viel oder genau richtig sind, kann man pauschal gar nicht sagen. Im konkreten Fall spielen neben der einfachen Rechnung noch sehr viele andere Faktoren herein, wie Begleitmedikation, Grunderkrankungen, physiologische Besonderheiten, Ernährungsgewohnheiten usw. Entscheidend ist, ob man mit der gewählten Dosierung ausreichend versorgt ist, und dazu ist eine Blutbestimmung unerlässlich. Erst danach kann man sagen, ob eine bestimmte Dosierung ausreicht oder nicht.

  3. Laut Internet nimmt man von einer Vitamin B12 Tablette mit 1000 mcg durch Diffusion 1% zu sich, sprich 10 mcg. Durch den Intrinsischen Faktor kommen weitere 1,5 mcg maximal dazu. Somit ist man bei 11,5 mcg pro Tablette und somit weit unter der erwähnten Höchstmenge von 25 mcg pro Tag. Oder verstehe ich da was falsch?

      1. würden aus Ihrer Sicht die Tagesdosen von 206 bzw. 113 Mikrogramm Folsäure aus Bierhefeflocken bzw. Tabletten tatsächlich als Nahrungsergänzungsmittel zu bewerten sein, oder eher als Aufnahme aus der Nahrung….?

        1. Frühere Studien zeigten einen Zusammenhang nur mit der Einnahme hochdosierter Vitamin-B12-Supplemente (vermutlich keine Bierhefeflocken). Die genannte neuere Untersuchung in Form der Mendelschen Analyse zeigte dagegen, dass der Zusammenhang zwischen Vitamin B12 und dem Krebsrisiko vermutlich unabhängig von der Vitamin-B12-Zufuhrart ist (was ja auch plausibel ist). Vielmehr war ein erhöhter Blutspiegel mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert, und zwar unabhängig davon, woher dieses Vitamin B12 stammte.

  4. Um welchen B12 Wirkstoff handelt es sich hierbei. Geht aus dem Artikel nicht hervor. Es gibt 3 verschiedene Wirkstoffe. In Holland ist die Behandlung seit 50 Jahren mit Hydroxocobalamin als sicher erwiesen. Referenzwerte können nur wenige richtig deuten, sehr fatal für die Menschen.

    1. Die Ergebnisse der Mendelschen Analyse zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen B12 im Blut und dem Krebsrisiko gibt – und zwar egal, woher dieses B12 stammt. Die verschiedenen B12-Verbindungen spielten dabei also keine Rolle.

    2. Die Studie von Ebbing nutzte das umstrittene Cyanocobalamin. Für Brasky verstehe ich es so:
      die Teilnehmer dokumentierten selbstständig ungefähr die Dosishöhe (und wurde danach in 5 Kategorien nach Dosishöhe unterteilt). Daher gibt es keine genauere Angabe darüber. Aber der folgende Teil der Ergebnisse und die Tatsache, dass (teilweise) Multivitamin-Präparate genutzt sprechen ebenfalls für Cyanocobalamin:

      „Use of vitamin B6 or B12 in high doses (mostly from individual supplements) for an extended period (10 years) was associated with an almost two-fold increased risk of lung cancer in men, and this risk was further strengthened among men who were current smokers at baseline.“

      Rauchen und Cyanocobalamin ist ja die schlimmste Kombi, die möglich ist.

    1. Wenn es medizinische Gründe für eine Supplementation gibt, dann sollte man Vitamin B12 natürlich auch supplementieren. Dabei sollte man dann aber regelmäßig die Spiegel kontrollieren lassen, um zu verhindern, dass man den Referenzbereich nach oben hin verlässt. Also: supplementieren ja, aber kontrolliert.

    2. Nein, Sie sind nicht gefährdet. Das in der Studie errechnete(!) „Risiko“ ist nach dem OR-Wert sehr niedrig. Einen Nachweis, dass B12 Lungenkrebs auslöst oder fördert hat diese Studie keineswegs geliefert. Es liefert nur einen Hinweis darauf, dass – wenn es einen solchen Zusammenhang gäbe – dieser durch weitere Studien erst gefunden und erklärt werden müsste. Bitte die Studie nicht missverstehen.

  5. Guten Tag,
    ich bin über die Zeit auf deinen Post gekommen, danke für die Info!

    Ich bin Veganer, vor einigen Monaten wurde bei mir ein Holo-TC-Wert im Graubereich festgestellt obwohl ich bis dahin Vitamin B12 mit 100/150µg einnahm. Ich habe die Dosis nun auf 1000µg erhöht, in Absprache mit meinem Hausarzt (der ebenfalls meinte, es werde ja ohnehin über den Urin ausgeschieden…). Ich werde mich demnächst ohnehin testen lassen, und dementsprechend wieder herunter gehen.

    Nun ist ja selbst die Höhe unter der es bei zu dem Mangel kam problematisch. Aus entsprechenden Foren ist mir bekannt das kaum ein Veganer der Vitamin B12 substituiert unter 100µg pro Tag einnimmt, in der Tendenz eher mehr – eben weil bei geringerer Dosierung ein zu niedriger Wert entsteht –
    ein echtes Dilemma.

    Ist es möglich dass es sich bei den Studienteilnehmern primär um Menschen mit ausreichender Abdeckung handelte die in der Folge einen viel zu hohen Wert hatten?

    1. Vermutlich ist das Entscheidende die Blutkonzentration. Wenn man höhrere Dosierungen braucht, um in eine ausreichende B12-Versorgung zu kommen, ist das wahrscheinlich nicht problematisch. Kritisch wird es nur, wenn die hohen Dosierungen auch zu erhöhten Blutkonzentrationen führen.

  6. Wenn das Krebsrisiko mit der Konzentration im Blut steigt, hieße das doch im Umkehrschluss, dass auch hohe Dosen von bspw. 1000ug ungefährlich sind, solange man kontrolliert, dass der Spiegel im Blut nicht zu hoch wird? Oder sehe ich das falsch?

  7. steigt nun bei Frauen ebenfalls das Lungenkrebsrisiko? Als die 2017er Studie Schlagzeilen gemacht hat, war immer nur von einem erhöhten Risiko für Männer die Rede…wurde das durch die neueren Studien also hinfällig?

  8. Bei mir wurde vor 2 Jahren eine Funikulare Myelose diagnostiziert. Seitdem muss ich mir wöchentlich eine Ampulle mit 1000 Micro-Gramm B12 spritzen. Mein B12-Spiegel liegt seitdem bei den Kontrollen zwischen 700 und 850 pg/ml.
    Ist diese wöchentliche Dosis bzw. der hohe B12-Spiegel bedenklich?

    1. Die Vitamin-B12-Therapie bei Funikulärer Myelose sollte folgendermaßen erfolgen (nach: Ende-Henningsen „Funikuläre Myelose“ in: Berlit „Klinische Neurologie“, Springer):
      1. Aufsättigung der Speicher im akuten Stadium (12 Einzeldosen zu je 1000 μg)
      2. Erhaltungstherapie: üblicherweise 1000 µg Hydroxycobalamin intramuskulär einmal in Monat. Alternativ kann die Injektion auch nur alle zwei bis drei Monate erfolgen (üblich in USA und England).
      Der Normbereich für Vitamin B12 im Serum liegt bei 300 – 900 ng/l (= pg/ml); insofern liegen Sie mit Ihren Werten im oberen Normbereich.
      Vgl. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F3-540-31176-9_24.pdf

  9. Hallo
    ich nehme seit einiger Zeit B12 vom Arzt verschrieben,
    Nach einer Chemo-Terapie habe ich einige Problememit dem Imunsystem.
    ich befinde mich in teilstionärer Behandlung mit Folikolärem Lymphom Grad II
    Jetzt habe ich einen Bericht über Ernährungs-Ergänzungsmittel Sendung vom 09.09.19
    im ARD 21.50 Uhr.
    Eine Okologin hat darauf hingewiesen dass gerade B12 Tumore wachsen läß.
    Jetzt habe ich natürlich Ängste. Trifft dies ALLES auch auf Lymphdrüsenkrebs zu?

    1. Das Entscheidende ist, dass Vitamin B12 nicht überdosiert wird. Dazu sollte man die Blutwerte bestimmen lassen (Vit. B12 und Holo-TC) und daran die Dosierung der B12-Supplemente anpassen.

  10. Danke für die Infos.
    Mich würde mal interessieren,was nun der Normwert B12 im Serum u.beim Holo TC sein sollte?
    Danke im vorraus für die Antwort.

  11. Leider zahlen die Kassen solche Blutuntersuchungen nicht. Daher habe ich lieber die Nährstoffe bezahlt als die Analyse. Immerhin habe ich mit meinen Nahrungsergänzungen erreicht, dass meine Schilddrüse wieder komplett nachgewachsen ist und ich trotz meiner Hashimoto ohne Schilddrüsenhormone auskomme, die meinen Blutdruck zuvor in die Höhe getrieben hatten.

    Allerdings sind das Nahrungsergänzungen, die streng unter dem Gesichtspunkt hergestellt werden, dass sie hochkonzentrierter Nahrung entsprechen. Es gibt keine Farb- oder Konservierungsstoffe. Als Füllmaterial wird Reisstärke verwendet. Und die Kapselhüllen bestehen aus pflanzlicher Zellulose (die allerdings bei manchen Leuten zu Blähungen führt).

    Das Selen beispielsweise war an die Aminosäure Methionin gebunden (nach Wiki schaffen das manche Pflanzen, den Schwefel im Methionin durch Selen zu ersetzen). Ich denke, das ist das preiswerteste und zugleich am besten verträgliche Selen, das es gibt.

    Und da ich ohne die Nährstoffe längst nicht mehr arbeitsfähig wäre, stellt sich bei mir der Verdacht ein, dass diese Studien nicht nur die Zusammensetzung der Vitamine unberücksichtigt lassen, sondern auch das Vorhandensein von Zusatz- und Begleitstoffen, die sich bei Langzeit-Einnahme ja akkumulieren können, weil der Körper mit der Entgiftung nicht nachkommt.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sonstige Lebensweise der betroffenen Menschen. Wer zu Nahrungsergänzungen greift, ist entweder Hochleistungs-Sportler oder aber so krank, dass er das Gefühl hat, kein Arzt könnte ihm noch helfen. Ich denke, beides sind Bevölkerungsgruppen, die nicht repräsentativ sind. Und man weiß nicht, wie die übrige Ernährung aussieht oder wie diese Menschen mit Stress umgehen, der ja ein Hauptauslöser für Krebs sein soll.

  12. Nach operativer Magenentfernung wurde mir Vitamin B12 vom Hausarzt angeraten. Nachdem mein Hausarzt in Rente ging, habe ich einen anderen Hausarzt, der mir erklärte, daß es ausreichend sei, alle drei Monate zu spritzen; es wäre krebsfördernd, wenn man dies zu oft spritzen würde. Ich spritze mir Vitamin B12 in den Oberbauch. Vorher war es intramuskulär vom Arzt, Ist dies krebsfördernd? Ich bin 70 jahre alt.

    1. Es kommt darauf an, ob Sie ausreichend mit Vitamin B12 versorgt sind, ohne in einen kritischen Bereich zu kommen. Dazu ist es erforderlich, die Blutwerte zu bestimmen (Vitamin B12 und Holo-TC). Solange Sie mit der Art der Dosierung im Referenzbereich sind, brauchen Sie keine Sorge haben. Sollten die Laborwerte darüber liegen, sollte die Vitamin-B12-Dosierung reduziert werden. Eine gute Übersicht zu den Referenzwerten gibt es in dieser Tabelle: https://www.labor-enders.de/688.html

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